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 leeres.Grab

Was sucht ihr den Lebenden bei den To­ten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6 (L)

Diese Frauen beschäftigte der Tod! Sie waren ganz auf den Leichnam fokussiert. Ihn wollten sie einbalsamieren und pflegen. Dem Meister die letzte Ehre erweisen; dann der Abschied für immer. Es war auch ein Abschied von ihren Träumen: Seine Worte und seine Wun­der (Hatten sie nicht das Brot vom Himmel gegessen? Hatte er nicht ihre Wunden und ihr Herz geheilt?). Nun wollten sie all das begra­ben und betrauern. Beim Trauern können Schmerz, Wut oder emotions­loses Handeln das Herz füllen. Zuversicht und Perspektive sind nicht die Adjektive, welche man mit Trauer verbindet!

Leider hatten sie, angesichts der überwälti­genden Realität des Todes, das Wichtigste vergessen: Jesus sagte, er wird auferstehen (vgl. Lukas 9,22). Die Realität des Todes (auch unser eigener!) kann auch uns so sehr in den Bann ziehen, dass wir Gottes Mög­lichkeiten völlig übersehen. Zu wissen: Mein Leben ist auch begrenzt und meine Zeit läuft ab, treibt viele dazu, am erstbesten festzuhal­ten, was den Schmerz lindert.

Es muss nicht immer eine Grenzsituation sein, die uns dazu bringt, bei den Toten nach dem Lebenden zu suchen. Auch mit Erfolg, mit Gesundheit, mit einer tollen Familie… ist der Hunger nach „ewigem“ Leben trotzdem da. Denn die Sehnsucht nach Leben lässt sich dauerhaft nur durch den Lebendigen selbst stillen, nicht durch vorletzte Dinge, an die wir uns instinktiv klammern wollen. Das bewei­sen auch die vielen Beispiele „gefallener“ Stars, die trotz Ruhm und Reichtum das Leben nicht gefunden haben und in ihrer unstillba­ren Suche danach „zu den Toten“ gekommen sind. Viele sind abge­rutscht in Drogen, Alko­hol oder Exzessen oder suchen immer noch: irgendetwas, was bleibt.

Es ist (eigentlich) eine unverschämte Aussage, ein Vorwurf (!), den diese Botschafter Gottes den trauernden Frauen machen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“
Es wäre auch pietätlos, wenn …. Jesus nicht auferstanden wäre. „Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ Lukas 24,5 (L)

Sehr deutlich sagten die Engel den traurigen, verdutzten, mit dem Tod beschäftigten Frau­en: Erinnert euch an die Worte des Lebendi­gen. Auch wir brauchen manchmal so eine Erinnerung, gerade in Not und Leid: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt da­ran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war.“ Lukas 24,6 (L)

Ja, kurz war alles vom Tod bestimmt gewesen. ABER nun ist alles vergessen: Jesus lebt! Das änderte alles. Die Frauen (und später dann erst die Männer) wurden erfüllt mit Freude und Hoffnung. Jesus will uns das Leben ge­ben. Er selbst hat dazu gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Johannes 11,25-26)

Was glaubst du? Woran klammerst du dich im Leben und im Sterben?

Bei Jesus gibt es für jeden, egal wie sehr die Realität des Todes ihn bedrängt, eine hoff­nungsvolle Perspektive! Weil ER das Leben ist!


Liebe Grüße Jonathan Schirmer, Pastor

 

Bildquelle: evangelisch.de

 

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