Menü

2015 Gemeindeleitungswahl 2

Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn.
1. Tim 1,12a EÜ
Obwohl Paulus viel Schweres gerade wegen seinem Glauben erlebt hat,
schreibt er hier von Dankbarkeit! So hatte er viele körperliche Auseinandersetzungen, überlebte
Steinigungsversuche und Strafgeißelungen (vgl. 2 Kor 11,24 f.; Apg 14,19).
Dies könnte ihn auch dauerhaft körperlich beeinträchtigt haben.
Und trotzdem dankt er immer wieder Christus.

Warum tat er das?
Das Gegenteil dieser Dankbarkeit wäre normal gewesen und das kennen viele von uns:
Wut und nicht wahrnehmen können, was Gott Gutes getan hat
(Und jetzt soll ich noch dankbar sein? Wofür...? Ich habe doch genug Probleme mit ...)
Weder ein stolzes Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten
(Schaut mal her: so toll bin ich, dass alles habe ich
für Jesus erlitten...). Beides tat er nicht!
Denn beides führt nicht zu dieser Dankbarkeit und macht dauerhaft auch nicht glücklich. Warum schreibt Paulus sogar noch so oft, dass er Gott dankbar ist?
Ich denke es gibt dafür mehrere Gründe:

  1. Danken fördert das Wohlbefinden und hilft uns trotz manchen Schwierigkeiten,
    fest im Glauben verwurzelt zu bleiben. Es gibt den schönen Spruch: „Loben zieht nach oben, danken schützt vor wanken.“ Paulus
    erinnerte sich, gerade in Notsituationen, immer wieder daran, was Gott Gutes in
    seinem Leben getan hatte und konnte Gott deshalb von Herzen danken.
  2. Das Danken half ihm, die Dinge wieder aus einer anderen Perspektive zu sehen. Denn manchmal
    kommt man in einen Negativ-Strudel. Dann ist die Welt nur noch grau und alles ist
    schwierig. Gerade in diesen Situationen hilft das Danken denn dadurch wird
    unser Blick auf Gottes Güte und seine Gaben gelenkt. Paulus
    konnte sich deshalb sogar in den schwierigsten Situationen an
    der Güte Gottes erfreuen und auch anderen diese Freude vermitteln. Vor allem im
    Philipperbrief ist dies immer wieder ausgedrückt.
  3. Er wusste, wem er alles zu verdanken hatte: Nicht sich selber, durch seine tolle Art, Persönlichkeit oder
    die guten Umstände, sondern Christus. An dieser Stelle im Brief an Timotheus drückt er seinen
    Dank aus für das, was Gott an ihm bewirkt hat. Denn: Glauben ist nicht machbar.
    Gottes Kraft können wir nicht selber durch irgendwelche Formeln produzieren.  
    Wir müssen uns auch nicht an den eigenen
    Haaren aus dem Sumpf ziehen. Diese Kraft und Freude ist ein Geschenk von Gott

Daher ist danken mehr als „positiv thinking“. Es ist der Blick auf unseren Herrn
Jesus, der alles getan hat und uns ein ewiges Leben mit ihm in seiner Herrlichkeit
schenkt. Nicht nur Paulus, sondern auch uns hilft diese Dankbarkeit: Fest verwurzelt zu bleiben,
Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und mit Gottes Eingreifen zu rechnen.

Daher möchte ich Dich ermutigen es auszuprobieren. Und Gott trotzdem zu
danken.

Liebe Grüße
Jonathan Schirmer, Pastor

Alle Predigten von Gottes Geist, die Gemeinde und ich?

Newsfeed abonnieren

Zum Seitenanfang