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RainerSturm  / pixelio.de

Die Schwäche des Gegners muss ausgenutzt werden! „Spiele den Ball dorthin wo niemand steht, dort wo das Loch in der Deckung ist.“ So erklärte es mir vor vielen Jahren mein Volleyballtrainer. Ein guter Volleyballer oder Fußballer versucht die Schwäche des Gegners auszunutzen, um einen Punkt zu machen oder, am Torwart vorbei, ein Tor zu schießen. Wenn der Gegner schwach ist, kann ich …. das ausnutzen. Niemals würde selbst ein sehr ehrgeiziger Spieler auf den Gedanken kommen, die Schwächen der eigenen Mannschaft auszunutzen um einen Punkt zu machen. Denn so verlieren alle im eige-nen Team! Im eigenen Team versucht man stattdessen, die Schwächen des anderen auszugleichen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Dieses einfache Prinzip im Sport fällt uns allen gelegentlich schwer: Der Fehltritt oder die (Glaubens-)Schwäche werden dann schamlos ausgenutzt – manchmal gerade von den Menschen, die eigentlich in einem Team zusammenspielen! Alle anderen sind dann die Gegner. Ein ganz anderer Um¬gang mit der (Glaubens-)Schwäche anderer beschreibt der Judasbrief, in V 22: „Erbarmt euch derer, die zweifeln.“ (Losung für November 2015)

Gerade weil wir Menschen zuweilen die Tendenz haben, jede Schwäche des anderen zu unserem Vorteil zu nutzen – schreibt er hier: Erbarmt euch. Das Wort ist für viele wahrscheinlich fremd: Erbarmen. Andere Übersetzungen können helfen, einen Bibeltext besser zu verstehen oder die Bedeutung eines Wortes zu erfassen: In der Übersetzung „Hoffnung für Alle“ steht an dieser Stelle (Judas V. 22): Kümmert euch liebevoll um alle, die im Glauben Zweifel haben. Auch gut getroffen hat es die Neues Leben-Übersetzung:
22 Seid barmherzig zu denen, deren Glauben ins Wanken geraten ist.

Hier schwingt KEINE Verurteilung mit! Obwohl die Schwäche, der Zweifel, das Zaudern und Zögern mit dem Glauben deutlich genannt werden. Also: Glaubens-zweifel dürfen angesprochen werden, und wenn wir sie nutzen -  dann hoffentlich zur Barmherzigkeit. Und Jede und Jeder, der selber weiß: „Meine Schwächen und (Glau¬bens-)Zweifel werden nicht gegen mich ausgespielt“, kann vielleicht darüber reden. Und andere haben die Möglichkeit und können mit diesen Schwächen „barmherzig“ sein. Oder sich liebevoll darum kümmern, ohne es an die große Glocke hängen zu müssen. So hat es Jesus getan und so können auch bei uns aus Gegnern Freunde werden: Wie wäre es, wenn wir andere mit ihren Fragen, ihren Unklarheiten im Glau¬ben, ihren Eigenarten und Zweifeln grundsätzlich nicht mehr als Gegner behandeln würden? Sondern als Menschen die, genau wie wir, liebes- und annahmebedürftig sind? (Vgl. Römer 15,7!)

Von so einer barherzigen Gemeinschaft träume ich. Dann gewinnen wir alle!

Jonathan Schirmer, Pastor

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