| Juli 2008 - In Gottes Hand geborgen |
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Wir Menschen suchen unser Leben lang nach Geborgenheit. Unsere Häuser und Wohnungen z.B. richten wir so ein, dass wir uns Zuhause fühlen – geborgen eben. Wir suchen Freunde, die dann für uns da sind, wenn wir Unterstützung brauchen, und ihre Begleitung gibt uns das Gefühl von Geborgenheit. Dabei sind alle Geborgenheiten, die wir uns hier schaffen, sehr begrenzt. Wer noch die durch Fluten zerstörten Häuser im Zollernalbkreis vor Augen hat, weiß, dass die Geborgenheit des „trauten Heimes“ sehr zerbrechlich ist. Wer schon einmal durch eine tiefe Lebenskrise ging, weiß, dass auch die engsten und besten Freunde immer nur ein Stück weit helfen können. Wenn zuletzt die Freunde nach einem langen gemeinsamen Gespräch nach Hause gegangen sind, bleiben wir doch mit unseren Sorgen für uns. Deshalb tröstet das Wissen um die Größe Gottes so sehr. Im Monatsvers für den Juli heißt es: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Psalm 139,5.) Die Diakonisse Dorothea Steigerwald hat dies mit ihrer weltbekannten Skulptur Bleib sein Kind wunderbar ausgedrückt. In der Hand Gottes sind wir geborgen, ganz egal, was uns zustoßen mag. Das ist nicht immer leicht zu glauben, denn die Probleme und Nöte, in die wir geraten, können uns unerträglich und unlösbar erscheinen. Und trotzdem kann uns nichts aus Gottes Hand reißen, und trotzdem wird er uns helfen, in welcher Lage wir auch immer sein mögen. Je mehr wir im Glauben daran festhalten, desto mehr Geborgenheit werden wir spüren. Christoph Müller, Pastor |


