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Juni 2008 - Nach der Hilfe ist vor der Hilfe PDF Drucken E-Mail

Der Monatsvers für den Juni strahlt Frieden und Gewissheit aus: Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden, 2. Mose 15,2.  Hier ist jemand, Mose nämlich,  richtig zufrieden mit seinem Gott. Vielleicht denkst Du, ach wenn ich das auch so vertrauensvoll sagen könnte. Aber das machen mir die Probleme, in denen ich stecke, gerade ziemlich schwer. Wenn wir uns aber die Situation anschauen, in der der Vers entstanden ist, dann sieht man „Dramatik pur“. Einen Tag vorher hatte Mose noch verzweifelt zu Gott geschrien, die drohenden Ägypter im Nacken und das unüberwindbare Rote Meer vor sich. Weit und breit kein Durchkommen, weit und breit keine Hilfe. Außer eben in Gott, und zu dem schrie Mose verzweifelt. Die etwas strenge Antwort Gottes lautete: Warum schreist du zu mir? Zieh einfach weiter mit deinem Volk! Und tatsächlich, das Wasser teilte sich, und das Volk Israel zog durch das Meer. Für die Ägypter übrigens gab es kein Happy End. Kein Wunder, dass aus der Freude des Mose ein langes Lied wurde, eben mit diesem Bekenntnis: meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. Mit diesem Lied im Gepäck waren sie ausgerüstet für die nächsten Schwierigkeiten.

Erinnern wir uns doch an die Hilfe, die wir immer wieder vom Herrn empfangen haben. Dann haben wir auf unserer Wanderung Richtung Himmel vielleicht auch ein Lied oder einen Vers der Verheißung „im Gepäck“, damit wir vor der nächsten Herausforderung etwas cooler reagieren können: Moment mal, mein Retter ist der Herr! Was soll mir passieren?