| April 2008 - Das Jubeljahr geht weiter! |
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In diesen Wochen und Monaten müssen sich Besucher der Christus-Gemeinde mit vielen neuen Begriffen vertraut machen: Jubeljahr, Erlassjahr, Erlasswochen, Sendschreibenprojekt usw. Manche Begriffe kennt man ja noch aus der Bibel, andere klingen ungewohnt. Und tatsächlich: wir gehen als Gemeinde gerade durch eine Phase, in der wir Grenzen überschreiten und Neuland betreten. Diese ganze Phase nennen wir "Jubeljahr 2008", in Anlehnung an das biblische Jubel- und Erlassjahr (3. Mose 25), und weil wir im September 2008 unser 10jähriges Jubiläum feiern. Zuerst werden wir die "Worte der Propheten" mit dem "Prophetischen Wort" zusammenführen. Oder anders gesagt: wir werden die prophetischen Zusagen, die wir als Gemeinde erhalten haben, am biblischen Wort prüfen und mit biblischem Wort untermauern. Uns wurde gesagt, dass das Fundament unserer Gemeinde gut und tragfähig sei, wir uns aber jetzt nach weiteren Wirkungen des Geistes ausstrecken dürften. Dies war für viele nicht wirklich neu und ist schon seit einem Jahr fast wortwörtlich mein Gebet gewesen. Aber diese Linie ist damit neu bestätigt worden. Jetzt werden wir es konkret umsetzen, in dem wir in der Fürbitte mutig und erwartungsvoll beten und besonders der Gabe der Prophetie in unserer Mitte Raum zur geordneten Entwicklung geben werden. Dabei werden wir gelassen vorgehen und auf Einmütigkeit achten. Wir werden nicht irgendeine Gemeinde oder Bewegung kopieren, sondern die Christus-Gemeinde Weil der Stadt bleiben. Denn auf diesem Weg hat uns Gott bisher sehr gesegnet. Wir haben seit September 2007, als mir das Konzept für das Jubeljahr im Gebet geschenkt wurde, eine faszinierende Kette von Geistesleitungen erlebt. Die Gemeindeleitung hat der Gemeinde Dinge angekündigt, von denen wir bisher keine Ahnung hatten, ja, von denen wir nicht einmal wussten, wie wir sie durchführen sollen und ob sie funktionieren werden. Wer besonders die Mittwochabende in den Erlasswochen regelmäßig besucht hat, wird vielleicht auch den Eindruck gewonnen haben, dass jeder Abend genau in die jeweilige Entwicklungsphase der Gemeinde passte. Das konnten wir nicht wissen, es war Leitung von oben. Wir werden auf diesem Weg der Geistesleitung weitergehen und uns von Punkt zu Punkt von Gott führen lassen. Er hat einfach die bessere Übersicht. Deshalb werden wir den "alten Zopf" des Aktivismus und der Routine abschneiden. Wir werden nicht mehr fragen, was sollten oder müssten wir tun, sondern, was will der Herr, dass wir tun. Wir werden z. B. geistgeleitete, für Gottes Eingreifen offene Planung anstelle von detaillierter und nur von Notwendigkeiten geleiteter Planung setzen. Ich gebe zu, dass ich die Unterschiede zwischen beiden Arten des Vorgehens nicht griffig beschreiben kann und vermute, dass mich manche jetzt (noch) nicht verstehen können. Aber ich spüre den Weg innerlich genau, und es wird mehr und mehr deutlich werden, was ich meine. Mehr Whirlpool als Sportbecken Viele sind ermutigt worden in den Erlasswochen. Es sind neue Gaben ausgeteilt worden und Berufungen geschehen. Besonders hat sich die Atmosphäre in der Gemeinde verändert. Das war schon durch die große Beteiligung der Gemeinde gegeben. Beinahe an jedem Mittwoch waren wir 80 Teilnehmer, bei einer Gottesdienstgemeinde von derzeit 100 Menschen. Und das über einen Zeitraum von sechs Wochen. Nach 18 Jahren im Gemeindedienst sage ich: das habe ich noch nie erlebt! Entsprechend stieg die "Beziehungstemperatur" merklich an. Es wurde wärmer und lebhafter – endlich! Wer denkt noch an das Bild vom Whirlpool und dem Sportbecken? In einem Sportbecken ist es kühl, deshalb schwimmt man zügig seine Bahnen und wärmt sich unter der Dusche auf. Ein wenig gleicht unsere Gemeinde einem Sportbecken. Wir erledigen unsere Aufgaben zielstrebig und gehen dann nach Hause "zum Aufwärmen". Gemeinschaft, Gemütlichkeit und Beziehungspflege ist uns weniger wichtig. Ich hoffe, dass wir an dieser Stelle gelernt haben und einen Wert in der zweckfreien Gemeinschaft entdecken konnten. Wie schön wäre es, wenn unsere Gemeinde mehr von einem Whirlpool hätte. Es ist noch längst nicht so, wie es sein sollte. So werden immer noch Menschen am Rand stehen gelassen, die als Gäste zu uns kommen. Warum sind wir eigentlich so gleichgültig? Was kommt noch auf uns zu? Wir werden die Kleingruppenszene in der Gemeinde teilweise neu organisieren, das ist schon sicher. Andere Arbeitsgruppen werden sich nach den Erfahrungen der Erlasswochen neu finden müssen. Vielleicht springen Mitarbeiter ab, die nun endlich wissen, dass sie einfach kein Herz für diesen Arbeitsbereich haben? Macht nichts! Vielleicht kommen Mitarbeiter dazu, die der Herr berufen hat? Das möge Gott schenken! Auf jeden Fall hält der Heilige Geist für 2008 noch manche Überraschungen bereit, da bin ich mir ganz sicher. Im auf ihn hörenden Gebet werden wir sie herausfinden. Christoph Müller, Pastor |


