| Juli 2007 - Christliche Leuchtkraft |
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In Watt kann man sie nicht messen, die Ausstrahlung eines Christen. Zum Glück, denn sonst könnten Christen sich gegenseitig bewundern und beneiden: „Und wie hast Du das gemacht, dass Du ein 1000-Watt Christ wurdest?“ „Ganz einfach, Pastor Osram hat mir die Hände aufgelegt und seitdem glühe ich ganz von alleine…“ Nein, eine Maßeinheit für Lichtwirkung gibt es nicht, aber doch einen Maßstab, der unser „Leuchten“ qualifiziert. Gibt es Menschen in meinem Umfeld, die Gott (wie immer sie ihn verstehen) dankbar sind, dass es einen Menschen wie mich gibt? Die sich an ganz bestimmten Zeichen der christlichen Liebe erinnern können, die ihr Leben ein stückweit heller gemacht hat? Vielleicht sagen sie es nicht, und nirgendwo steht, dass ich meine eigene „Leuchtkraft“ beurteilen können muss. Im Gegenteil, vielleicht halte ich mich für ein ganz kleines Licht, aber das wäre sowieso nicht die falscheste Einstellung. Aber wichtig ist es doch, dass ich ein Licht sein will und die Liebe Gottes, die ich täglich empfange, weitergebe. Es ist übrigens auch das einzige Kriterium für den „Erfolg“ eines Christen oder einer Gemeinde, ob die Menschen im Umfeld Gott dankbar sind, dass es diesen Menschen oder diese Gruppe von Menschen gibt. Im Monatsvers für den Juli sagt Jesus: Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,16 Interessanterweise schauen die Menschen genau darauf, ob sie die Christen Gutes tun sehen. Sie haben das richtige Gefühl dafür, was einen Christen auszeichnet. Wir müssen uns auch als Christus-Gemeinde fragen, ob wir nicht zu viel Zeit für unsere eigenen Belange aufbringen, und zu wenig damit, es im Leben der Menschen, mit denen wir leben, hell zu machen.
Christoph Müller, Pastor
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