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Fehler

Juli 2010 - Bist du bekehrt?

Viele Menschen können mit dem Begriff Bekehrung nichts anfangen. Die Frage „bist du bekehrt?“  trifft bei ihnen auf völliges Unverständnis. Christen anderer Konfessionen verstehen vielleicht, was gemeint ist, würden aber einwenden: Wozu soll ich mich bekehren, wenn ich getauft bin? Dabei ist Bekehrung nichts Exotisches, sondern ein biblischer Begriff, und beschreibt die Umkehr des Menschen zu seinem Gott, Schöpfer und Erlöser. Ohne diese Umkehr wird kein Mensch erlöst, ob getauft oder nicht. In der Christus-Gemeinde würden wohl die allermeisten auf die Frage „bist du bekehrt“ sagen: selbstverständlich bin ich das, und können vielleicht sogar ein Datum ihrer Bekehrung nennen. Dann ist das Thema also abgehakt für den „Durchschnitts-Christus-Gemeindler“? Weit gefehlt! Die Monatslosung aus Hosea 12,7 - So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott – bleibt ein ständiger Aufruf. Auch wenn mich irgendwann bekehrt habe, und dann von Gott nach seiner Verheißung wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde, muss ich mich immer wieder neu vom Bösen ab- und Gott zuwenden. Immer wieder muss ich Gott zum Maßstab und Ziel meines Lebens erklären. Wenn nicht, werde ich ihn aus meinem Leben verlieren und ihm - trotz Bekehrungsdatum –vielleicht ferner sein, als viele, die ihn ernsthaft suchen,  ohne sich schon bekehrt zu haben. „Bist du bekehrt?“ ist eine gute Frage, weil sie auf die Grundrichtung meines Lebens zielt. Habe ich die Grundrichtung geklärt, muss ich immer wieder hören „Bekehre dich heute!“, damit ich meine Ausrichtung auf Gott immer wieder neu bestätige.

Christoph Müller, Pastor

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