| Januar 2009 - Alles ist möglich! |
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Auf einer Fachtagung in Bad Blankenburg beschrieb der Theologie Prof. Peter Zimmerling unlängst die Lage in Mitteleuropa als eine Phase beispielloser Entkirchlichung und Entchristlichung, wie sie im Rest der Welt ohne Beispiel sei (idea 48/2008). Diese Beobachtung können wir sicherlich teilen. Auch im noch recht kirchlichen Süden Deutschlands nimmt das Interesse am Glauben sehr stark ab. Und trotzdem erleben wir soviel Schönes: Kinder kommen mit großer Freude zum Glauben. Junge Menschen leben überzeugt mit Jesus, bekennen ihren Glauben und arbeiten treu in der Gemeinde mit. Erwachsene stellen ihr Leben auf das Fundament Jesus Christus und erleben spürbare Befreiung und Veränderung. So bilden wir – wenn auch noch im kleinen Rahmen - ein Gegenbild für den Trend in der Gesellschaft und lassen uns nicht entmutigen. Die Jahreslosung gibt uns dazu einen guten Anlass: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist möglich bei Gott. (Lukas 18,27) Nach seinem Gespräch mit dem „reichen Jüngling“ weist Jesus auf ein großes Problem hin, dessen Auswirkungen wir hautnah erleben: Reichtum und Glaube schließen sich oft aus. Sicher erinnern wir uns an das berühmte Kamel und das Nadelöhr. Und trotzdem: bei Gott sind alle Dinge möglich, auch dass ein Reicher sich von seinem Reichtum löst und beginnt, Gott zu vertrauen. Auch deshalb sollten Christen nicht wie hypnotisiert auf die drohende Wirtschaftskrise schauen, sondern den Glauben haben, dass sie für viele Menschen in den reichen Ländern ein Anlass zur Umkehr zu Gott wird. Im neuen Jahr 2009 wollen wir wieder verstärkt dafür beten und arbeiten, dass Menschen zum Glauben kommen. Lassen wir uns von Gott zeigen, wie er Unmögliches möglich macht. Ein gesegnetes neues Jahr wünscht Christoph Müller |


